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6. Februar 2015

Teresa Margolles wurde mit dem Lateinamerikanischen Fotografiepreis

Teresa Margolles wurde mit dem Lateinamerikanischen Fotografiepreis von Purificación García auf der mexikanischen Zona Maco Messe ausgezeichnet.


Die mexikanische Künstlerin Teresa Margolles (Culiacán. Mexiko, 1963) wurde mit dem Lateinamerikanischen Fotografiepreis von Purificación García für ihr Werk La Esperanza (Die Hoffnung) aus dem Jahre 2014, ausgezeichnet. Das Werk wird nun Bestandteil der Fotografie-Kollektion von Purificación García sein.


Die Jury dieser Ausgabe bildeten Celia Sredni de Birbragher, Leiterin der Zeitschrift Art Nexus und Rosana A. Agrelo, die für die Fotografie-Kollektion von Purificación García verantwortlich ist.

Teresa Margolles ist eine der hervorragendsten mexikanischen Künstlerinnen der derzeitigen Szene. Sie vertrat Mexiko in der Biennale Venedig 2009 und hat ihre Werke in den wichtigsten internationalen Museen und Institutionen ausgestellt.

Margolles setzt Fotografie, Installation, Performance und Video ein, um den organischen Tod aus einer künstlerischen Perspektive zu analysieren. Durch Ihr Werk untersucht die Künstlerin die Gewalt, die soziale Ungerechtigkeit, die Unterdrückung und den Drogenhandel in Mexiko..


Das Bild, das in La Esperanza wiedergegeben wird, wurde von Margolles während ihrer ständigen Aufzeichnungen der Verwüstungen, die als Folge des Drogenkrieges in Ciudad Juárez, Chihuahua, entstanden sind, aufgenommen. Als die Künstlerin das verlassene Lokal fand, in dem sich einmal ein Familiengeschäft mit dem Namen Abarrotes La Esperanza (Lebensmittelgeschäft Die Hoffnung) befand, begann sie sich nach dem Konzept der Hoffnung zu fragen.


In der griechischen Mythologie, als Zeus den Menschen die Büchse der Pandora übergab, war das Letzte, was sie darin fanden, die Hoffnung. Das ist der Ursprung des Gedankens „die Hoffnung stirbt zuletzt“. Der deutsche Philosoph Friedrich Nietzsche sagte über die Hoffnung: „sie ist in Wahrheit das übelste der Übel, weil sie die Qual der Menschen verlängert.“


Wir können uns vorstellen, dass die Familie, als sie beschloss, ihr Lebensmittelgeschäft Die Hoffnung zu nennen, an eine hoffnungsvolle Zukunft dachte. Ob sie sich jemals vorgestellt haben, was in ihrer Umgebung passieren würde? Gibt es dort heutzutage, auch wenn Juárez in den Medien nicht mehr als die gewaltreichste Stadt in Mexiko gezeigt wird, im Gegensatz zu Guerrero, irgendeinen Grund zur Hoffnung?